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Die Geschichte der Zigeunerkarten
Foto: Svetlana / stock.adobe.com

Die Geschichte der Zigeunerkarten

Um eine spirituelle Praktik wirklich kennenzulernen, muss man sich mit seiner Geschichte auseinandersetzen. Nur wenn man weiss, aus welchem Grund diese Praktik entstanden ist, kann man sie tatsächlich nachvollziehen und verstehen. Zudem bringt die Geschichte den spirituellen Hintergrund noch einmal deutlicher heraus, als wenn man das Ganze heute nur einmal kurz im Internet liest.

So ist das auch beim Kartenlegen und den Zigeunerkarten. Obwohl an vielen Orten mit den Karten geworben wird und viele Menschen sie bereits gesehen haben, können sich viele kein klares Bild davon machen. Gerade wenn es um die Geschichte dieser Karten geht, können nur wenige Menschen mitreden. Das möchten wir mit diesem Artikel ändern. Wir erzählen Ihnen die Geschichte der Karten, weshalb sie entstanden sind und wie sie sich bis heute entwickelt haben.

Die Vorgeschichte und der Name der Zigeunerkarten

Bevor wir mit der Entstehung der offiziellen Karten beginnen, müssen wir erst einmal die Vorgeschichte betrachten. Denn noch bevor es die Zigeunerkarten gab, die wir noch heute verwenden, gab es den Begriff bereits. Zu Ende des 19. Jahrhundert war das Wahrsagen äussert beliebt. Es war zu einem öffentlichen Ereignis geworden und sogar Könige und Kaiser liessen sich von Tarot- und Lenormandkarten beraten.

Besonders sogenannte "Zigeuner" waren sehr gut im Bereich des Wahrsagens und wurden häufig zurate gezogen. Als die Beliebtheit der Wahrsagekarten immer grösser wurde, kamen neue Karten auf den Markt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einmal schneller produziert und verkauft wurden. Um die Karten beliebter zu machen und um auf die Expertise der Zigeuner anzuspielen, nannte man die Karten Zigeunerkarten.

Die „originalen“ Zigeunerkarten und ihre Entwicklung bis heute

Richtig los ging es dann ab 1920. Die österreichische Firma Piatnik aus Wien begann mit der Produktion und dem Vertrieb der Karten, die mittlerweile als Zigeunerkarten in aller Munde waren. Vermutlich wurden die Karten zu dieser Zeit auch aufgesetzt, um den Frauen in der Monarchie Österreich-Ungarns eine Unterhaltung zu bieten.

Da das Interesse aber von allen Seiten und aus allen Gesellschaftsschichten immer grösser wurde, wurde die Produktion vergrössert. Seit dem ersten professionellen Aufsetzen der Karten haben sich diese bis heute kaum verändert. Lediglich 1960 wurden minimale Veränderungen vorgenommen, ansonsten sind die Karten bis heute gleich geblieben.

Gerade dass macht die Karten auch heute noch so interessant. Schliesslich haben sich möglicherweise schon unsere Vorfahren mit diesen Karten ihre Fragen beantwortet. Die Zigeunerkarten bestehen noch immer aus 36 Karten, die jeweils mit einem Bild und einem Titel verziert sind. Der Titel ist auf jeder Karte in sechs verschiedenen Sprachen zu finden. Hierzu zählen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Ungarisch und Kroatisch.

Zigeunerkarten und Kipperkarten

Besonders für Personen, die sich nicht allzu gut mit dem Kartenlegen auskennen, sind verschiedene Decks häufig miteinander gleichzusetzen. In Wahrheit ist das aber nicht so. Denn Tarotkarten, Lenormandkarten, Kipperkarten und Zigeunerkarten sind etwas vollkommen anderes. Dennoch werden gerade Zigeuner- und Kipperkarten immer wieder miteinander verwechselt oder unwissentlich gleichgesetzt. Auch die sogenannten russischen Zigeunerkarten unterscheiden sich stark von den westeuropäischen Karten, sodass eine Gleichstellung hier völlig unpassend wäre. Doch wo liegt der Unterschied der Karten und wieso?

Die verschiedenen Karten-Decks unterscheiden sich besonders in der Kartenanzahl, in der Gestaltung der einzelnen Karten und in den Themen, die sich besonders gut mit den Karten beantworten lassen. Beispielsweise eignen sich diese Karten sehr gut für Liebes- und Beziehungsthemen, da die einzelnen Karten sehr gefühlsbetont gestaltet und definiert wurden. Dennoch lassen sich mit den Zigeunerkarten auch zahlreiche andere Themengebiete ansprechen. Zudem sind viele Tarot-Karten teilweise deutlich komplexer als andere Decks, da sie deutlich mehr ins Detail gehen. Ein grosses weiteres Alleinstellungsmerkmal der Zigeunerkarten sind ausserdem vor allem die unnummerierten Karten.

Auch die russischen Karten unterscheiden sich von den uns bekannten Karten. Im Gegensatz zu den 36 Karten im westeuropäischen Deck, haben die russischen Karten lediglich 25 Karten und werden anders gelegt, haben andere Systeme und sind auf eine andere Art und Weise gestaltet.

Was die Geschichte der Zigeunerkarten für Sie bedeuten kann

Vielleicht überlegen auch Sie sich schon seit einer längeren Zeit mit dem Kartenlegen zu beginnen oder sich ein wenig mehr mit Ihrer spirituellen Seite auseinanderzusetzen. Oder Sie haben unbeantwortete Fragen in Ihrem Kopf, die Sie unbedingt beantwortet haben möchten.

Gerade dann kann Ihnen die Geschichte dieser Karten einen Hinweis geben. Denn die Karten sind mittlerweile schon seit über 100 Jahren verbreitet. Das bedeutet, dass sich schon unsere Vorfahren von den praktischen Karten beraten liessen oder einen Blick in die Zukunft wagten. Nicht umsonst gibt es die Karten bereits seit einer solch langen Zeit. Einen bestimmten Wert müssen sie also haben. Wenn Sie also Interesse an der Spiritualität und dem Kartenlegen haben, dann könnten die Zigeunerkarten der ideale Einstieg sein.

Zudem sind die Karten relativ simpel zu verstehen und können Ihnen dennoch eine Menge Fragen beantworten, einen Blick in die Zukunft gewähren und Sie in Ihrem Leben unterstützen.


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